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Omikron - und dann?

Seit unserem letzten Editorial hat sich viel getan.

So wurde die COVID-19 Impfung auch für 5- bis 11-Jährige durch die EMA zugelassen, und das Nationale Impfgremium (NIG) hat diese umgehend auch empfohlen. Zeitgleich ist auch die Befürwortung der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ) erschienen.

Im November 2021 ist dann „wie aus dem nichts“ die Omikronwelle angelaufen mit höheren Inzidenzen als je zuvor, glücklicherweise aber auch mit leichteren klinischen Verläufen.

Schließlich wurde am 20.1.2022 per Gesetz eine Impfverpflichtung für Personen ab 18 Jahren mit geplanter Laufzeit bis 31.1.2024 ausgesprochen.

Die Österreichische Gesellschaft für Kinder und Jugendheilkunde (ÖGKJ) hat zu diesem Gesetz(esentwurf) keine offizielle Stellungnahme abgegeben. Dies deshalb, weil manche eine Impfverpflichtung auch der Minderjährigen befürworten, andere sich gegen eine solche ausgesprochen haben.

Wo Evidenz fehlt, müssen unterschiedliche Sichtweisen akzeptiert und toleriert werden. Miteinander reden, respektvoll diskutieren, wissenschaftlich beobachten und interpretieren sind dann ein Gebot der Situation. Das haben wir getan, und das werden wir weiterhin tun.

Die jetzige Omikronwelle kann Vieles verändern. Wenn sie – wie prognostiziert – annähernd ungebremst und unbremsbar sich (auch) in der österreichischen Population ausbreitet, wird sie zu einer beträchtlichen Anhebung der Seroprävalenz[1] („Durchseuchung“) auch der bisher nicht Immunisierten führen.

Mit etwas „Glück“ wird es dann im Frühjahr und Sommer 2022 keine weiteren bedrohlichen „Wellen“ geben. Aufgrund der starken (und mit andern respiratorischen Viren vergleichbaren) Saisonalität kann/wird aber SARS-CoV-2 im Herbst 2022 „zurückkehren“. Ob die Verläufe dann noch milder als bei „Omikron“ sein werden oder doch wieder eine aggressivere Variante auftritt, lässt sich derzeit nicht seriös prognostizieren.

Im Sinne der Prävention sollten wir als Kinder- und Jugendärzt*innen dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche möglichst gut auch auf eine mögliche aggressive Variante vorbereitet sind. Dies geschieht am besten durch eine breite Immunität – v.a. durch Impfung.

Auch wenn Minderjährige jetzt nicht zur Impfung verpflichtet sind, sollte man ihnen dieses Angebot nahebringen. Durch seriöse Information, Zeit für (auch vertiefte) Impfberatung, aber auch respektvollen Umgang mit den Bedenken von Kindern, Jugendlichen und deren Familien kann es gelingen, eine hohe Akzeptanz für diese wichtige Maßnahme zu erzielen.

Das ist wohl unser Auftrag für die nächsten Monate ! 

Verfasser: R. Kerbl, 22.1.2022

[1] Diese wurde zuletzt für die Altersgruppe der 0- bis 18-Jährigen durch die ÖGKJ in Zusammenarbeit mit BMBWF, BMSGPK, MUW und Statistik Austria vor der Omikronwelle erhoben. Die Ergebnisse werden voraussichtlich Anfang Februar 2022 öffentlich kommuniziert.

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