UEMS Section of Pediatrics - ehemals CESP

derzeitige österreichische Delegierte:
Prim.Univ.-Prof.Dr.Wilhelm Kaulfersch
Priv.-Doz.Dr.Hans Jürgen Dornbusch


What is the EAP?
 The European Academy of Paediatrics exists to promote the health of children and young people in Europe.
It aims to improve standards in training, service and research and to represent the professional interests of pediatricians in the EU.
In incorporates the section of paediatrics of the European Union of Medical Specialists and therefore has influence in the political arena to advocate for children and young people as well as for the profession.

How does it work?
The EAP is run by an Executive Committee accountable to the General Assembly which represents the membership. It includes the European Board of Paediatrics. There are 3 Groups consisting of members who are paediatricians working in primary, secondary and tertiary care respectively.

The general assembly consists of 2 delegates from every European country, delegates from the Groups and a representative from every European specialist pediatric society. The General Assembly elects the Executive Commitee and it meets twice a year.

www.eapaediatrics.eu

C.E.S.P - Confederation of European Specialists in Paediatrics Bericht über die Jahreskonferenzen 2000 – Brüssel 2001 - Oslo W.Sedlak (Linz) R. Kurz (Graz)
Im Dezember 2ooo tagte die Arbeitsgruppe des European Board of Paediatrics (EBP) unter dem Vorsitz von David Hall/UK in Brüssel. Aufgabe des EBP sind ua die Harmonisierung der Weiterbildungsinhalte der sogenannten Primär- , Sekundär- und Tertiär-Pädiatrie, die Evaluierung der Ausbildungszentren, um die Voraussetzungen für europäisch-standardisierte Abschlussprüfungen mit Zertifikaten zu erreichen. Voraussetzung dafür ist aber die Erlangung eines Facharzt-Diplomes auf nationaler Ebene. Es blieb die Frage offen ob wir nicht in der Pädiatrie ähnlich wie in der Urologie, Dermatologie, Augenheilkunde die nationale Facharztprüfung als Teil der EU – Zertifikation anerkennen sollten.

Die Beschlüsse der EBP müssen jeweils von der CESP- Hauptversammlung formell anerkannt werden, um sie an die UEMS (übergeordnete Vereinigung aller Fachärzte in der EU) weiterzuleiten. Die Anerkennung von pädiatrischen Subspezialitäten wurde weiter bearbeitet, wie z.B. päd. Endokrinologie, Pulmonologie, Hämato-Onkologie (siehe CESP Tagung 2001).
Strittig ist noch die Frage der Kriterien, Organisation und Evaluierung der Ausbildungsstätten (auch in Hinblick auf eine europäische Anerkennung). Nach einer bereits EU-weit anerkannten 3 jährigen Grundausbildung (common trunc) sollte die weitere Ausbildung zum Facharzt in drei Richtungen verlaufen; (eine abschließende Prüfung wie zB in Großbritanien wurde befürwortet):

Primär Pädiatrie (Vorsitz: W. Sedlak / primary and ambulatory care paediatrics )
für den niedergelassenen Allgemeinpädiater und solche die zB in öffentlichen Gesundheitsdiensten arbeiten (2 Jahre)

Sekundär Pädiatrie (secondary care paediatrics)
für den Krankenhauspädiater mit speziellen Fachausrichtungen (2 Jahre)

Tertiär Pädiatrie (Vorsitz: M. Zach / tertiary care paediatrics) für Subspezialitäten (2 oder mehr Jahre, entsprechend der jeweiligen Ausbildungsrichtlinien).

Auf Grund der großen nationalen Unterschiede von Ausbildungen und Aufgaben der Primär- und Sekundär – Pädiatrie sind Beschlussdokumente noch nicht verabschiedungsreif. Diskutiert wurde vor allem vorhandene Überschneidungen zwischen den einzelnen Ausbildungsrichtungen.
Die Vertreter der P.W.G (permanent working group of european junior doctors / Assistenzärzte in Ausbildung) forderten für die Ausbildungsrichtlinien ua die Berücksichtigung von mehr Möglichkeiten für Forschung und Zwischen prüfungen, sowie die Führung eines " log – books".

CESP – Vollversammlung – Oslo, May 2001
Im May 2oo1 fand die Vollversammlung der C.E.S.P.(confederation of european specialists in peadiatrics), der offiziellen Vereinigung der Pädiater in der Europäischen Union statt. Österreich war dabei von Prof. Dr. Ronald Kurz, Dr. Wilhelm Sedlak, Prof. Dr. Max Zach vertreten. Inzwischen besteht das Forum aus Pädiatern der 15 EU –Mitgliedsländern sowie Norwegen und der Schweiz als Vollmitglieder. Daneben sind Europäische Pädiatrische Vereinigungen, die Subspezialitäten und künftige Beitrittsländer durch Beobachter vertreten.

Die CESP hat sich in den letzten Jahren nicht zuletzt durch Schaffung einzelner Arbeitsgruppen (European Paediatric Board, Ethik, Fortbildungskommission, Unfallvorsorge, Impfausschuß, Jugendmedizin, u.a.), die zum Teil zusätzliche Konferenzen abhalten, zu einer schlagkräftigen, international aktiven und respektierten Vereinigung entwickelt.

Anläßlich der Vollversammlumg wurde über den erfolgreichen europäischen Pädiatrie – Kongress in Rom (März 2000) berichtet, der sowohl neuen Wissensstand für die Kliniker als auch hervorragende Fort- u. Weiterbildung (CME) für den niedergelassenen und in Ausbildung stehend Ärzte brachte. Kurz hatte als Mitglied des Wissenschaftskommitees das Thema E t h i k betreut. Zwischen der CESP und UNEPSA, der europäischen Vereinigung aller Pädiatergesellschaften besteht weiterhin eine enge Zusammenarbeit. Bei dieser Gelegenheit wurde die Gründung einer europäischen Akademie für Pädiatrie ähnlich der amerikanischen (AAP) diskutiert ..

Es folgte ein Bericht über die Aktivitäten der UEMS (europäische Vereinigung der Fachärzte) Fünf weitere pädiatrische Subspezialitäten wurden offiziell anerkannt und somit auf 8 Subspezialitäten erweitert: Gastroenterologie-Hepatologie und Ernährung, Endokrinologie und Diabetes, Nephrologie, Pulmonologie, Rheumatologie, Neonatologie und Päd. Infektiologie, Hämato-Onkologie.

CME (continuing medical education)
- Arbeitsgruppe, die pädiatrische Fortbildung sollte nicht nur auf nationaler Ebene durchgeführt werden, sie ist auch eine europäische Forderung. Ziel muß es sein durch qualifizierte Fort- u. Weiterbildung den besten Standard der pädiatrische Versorgung zu garantieren. Diese soll auf nationaler Ebene von den Fachgesellschaften unter der Kontrollaufsicht z.B. der Ärztekammern durchgeführt werden (CPD / continuing professional development/Präs. Ruttil). Auswertung und Beurteilung der Fort- u. Weiterbildungsaktivitäten sind zu erfassen und zu evaluieren. Die Evaluations- und Qualitäts-Kriterien sollten den europäischen angepasst sein. Auf das bewährte und in Europa bereits eingeführte amerikanische Fortbildungsprogramm PREP-Programms (pediatric Review and Education Program)der amerikanische pädiatrischen Akademie wird wieder hingewiesen, welches speziell als Heimtrainingsprogramm geeignet ist und auch mit entsprechenden Fortbildungspunkten honoriert wird (Infomationen bei unserer Gesellschaft erfragen).

Das European Board (EBP)
hat die wesentlichen Punkte vom Dezember-Treffen 2ooo übernommen und zur weitern Bearbeitung bzw. zum Beschluß vorgelegt.
Bezüglich der primary care paediatrics hat Stefano del Torso (I) das amerikanische Programm*) vorgestellt und an hand des modifizierten italienischen Modells ein für die anderen europäischen Länder praktikable Vorgangsweise vorgeschlagen (* The future of Pediatric Education II: Organizing Pediatric Education to Meet the Needs of Infants,Children Adolescents,and Young Adults in the 21st Century / Pediatrics.vol. 1o5. no 1 January 2ooo.supplement). Er wird es zusammen mit erhobenen europäischen Daten beim Pädiatrischen Weltkongress in Peking / Sept 2oo1 präsentieren und die Diskussionen und Überarbeitungen für die nächste EU-Sitzung vorbereiten.

Die Ethik – Arbeitsgruppe (Vorsitz: R. Kurz) legte die Liste der bisher publizierten Dokumente vor. Sie gab ihre Mitarbeit an verschiedenen internationalen Ethik-Richtlinien bekannt (z.B. Helsinki-Deklaration, ICH und EU-Direktiven für good clinical practice) und stellt ihre derzeitigen in Diskussion befindlichen Arbeiten über Informed Consent, Durchführungsrichtlinien good clinical practice in der pädiatrischen Forschung und Etablierung einer Europäischen Ethikkommission für Forschungdporjekte vor.

CESP – Impfausschuß
(Vorsitz: W. Sedlak) eine Überarbeitung der europäischen Richtlinien (Europ. J. Pediatr. 1998/157: Childhood Immunisation in the European Union), des Harmonisierungsprogrammes und Empfehlungen insbesondere für Menigokokken und Pneumokokkenimpfungen werden vorgestellt.

Bezüglich der Unfallverhütung, wobei man sich an dem österreichischen und schwedischen Modell orientiert, wird ein Programm der Arbeitsgruppe vorgestellt, welches von der EU–Kommission übernommen werden soll.

Die Adolescenten-Medizin Arbeitsgruppe, ist weithin bemüht epidemiologische Daten zu erfassen, die Zusammenarbeit mit überschneidenden Fächern wie Jugendgynäkologie, Jugendpsychiatrie u.Ä. zu fördern und eine intensivere Betätigung auf einem der wichtigsten Gebiete der Pädiatrie auf nationalen Ebenen zu aktivieren.

CESP Web site und Newsletter
, ein Teil der UEMS Web site werden zukünftig die Kommunikation unter den Mitgliedsstaaten erleichtern und dem interessierten "europäischen Pädiate" neueste Informationen zukommen lassen. Über den hohen Preis des European Journal of Paediatrics soll mit dem Springer Verlag diskutiert werden.
Offen ist noch wo der nächste Europäische Pädiater-Kongress 2003/2006 in bewährter Zusammenarbeit mit der CESP und UNEPSA stattfinden soll. Zukünftig wird man sich noch intensiver mit der Harmonisierung von Ausbildungsordnungen, Facharztprüfungen, Pädiatrische Fortbildung für niedergelassene und Spitals – Ärzte, der Evaluierung und Kontrolle von Ausbildungszentren und Prüfungskommissionen auf EU- und nationaler Ebene befassen. Die Anerkennung und das Überleben des Faches Kinder- u. Jugendheilkunde kann nur durch diese intensivierten Bemühungen zukünftig gesichert und erweitert werden.

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